Arbeitsmarkt- und Beschäftigung

Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung prägt nach wie vor die Lebenswirklichkeit von Frauen und Männern in Deutschland sehr stark. Dies ist in zahlreichen Studien belegt und im CEDAW-Alternativbericht detailliert ausgeführt. Nicht nur eine horizontale Segregation des Arbeitsmarktes in „typische“ Frauen- und Männerbranchen, sondern auch eine vertikale Unterscheidung der hierarchischen Stellungen von Männern und Frauen führt zu einer starken Beeinträchtigung der geschlechtergerechten Partizipation auf dem heutigen Arbeitsmarkt.

So sind die überwiegende Mehrheit, ca. 70% der im Niedriglohnbereich Beschäftigten, Frauen. Allerdings wurden im Gegensatz dazu 2008 lediglich 5,5% der Führungspositionen im Managementbereich der größten deutschen Unternehmen mit Frauen besetzt. Auch verdienen Frauen in Deutschland immer noch wesentlich weniger als Männer. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland mit einem durchschnittlichen Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen von 22% an viertletzter Stelle

Der Deutsche Frauenring setzt sich ein für:

  • eine zielgerichtete Verfolgung der Erhöhung der Erwerbstätigkeitsquote von Frauen in existenzsichernden Beschäftigungsverhältnissen

  • gleiche Zugangschancen zum Arbeitsmarkt

  • Frauenquote und gezielte Förderpläne für mehr Frauen in Führungspositionen

  • Zugang zu mehr Mitspracherechten für Frauen in Entscheidungsgremien (Aufsichtsräte, Betriebsräte)

  • Reduzierung der Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern durch geeignete Maßnahmen wie diskriminierungsfreie Entgeltsysteme und Beurteilungen

  • Förderung von Frauen in Mint-Berufen und geschlechtssensible Berufsberatung

  • Ausbau des Wiedereinstiegs von Frauen in den Beruf durch gezielte Qualifizierungsmaßnahmen

  • Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft
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