Gesundheitspolitik
Die Lebenswelt von Frauen sowie ihr Verständnis von Krankheit und Gesundheit finden sich in den Angeboten der Gesundheitsversorgung nur ungenügend repräsentiert. Medizinische Angebote orientieren sich in vielfacher Hinsicht an der männlichen Norm und sehen Frauen als Abweichung von Männern, die von andersartigen Beschwerden betroffen sind und anders auf gesundheitliche Probleme reagieren. Häufig fehlt Wissen über geschlechtsspezifische Unterschiede von Therapien, z.B. bei der Wirkung von Medikamenten. Forschung zu Diagnostik und Therapie von Erkrankungen sind bislang nicht konsequent geschlechtsdifferenziert angelegt. Auch bei der Suchttherapie werden frauenspezifische Bedarfe bislang nur ungenügend berücksichtigt. Eine geschlechtssensible Überprüfung von Gesetzen und Reformen im Gesundheitssektor unterbleibt.
Der DFR fordert
- Gendersensible Angebote in der Gesundheitsversorgung
- Gendersensible Forschung zu Diagnostik und Therapie von Erkrankungen und Anwendung der Ergebnisse in der Praxis
- Paritätische Besetzung von Entscheidungsgremien in allen Bereichen der Gesundheitsversorgung und -forschung


