Teilnehmerinnen der 56. UN-Frauenrechtskommission ziehen Bilanz

Auf Einladung von UN Women, Deutscher Frauenrat und BMFSFJ trafen sich Interessierte am 24. April, um Berichte von TeilnehmerInnen an der vom 27.2. - 9.3. im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York stattgefundenen UN-Frauenrechtskommission (FRK) anzuhören.

Im Mittelpunkt des Austausches stand die Frage, wie Parlament, Regierung und Zivilgesellschaft gemeinsam Frauenrechte im eigenen Land und weltweit besser fördern können. Bei der diesjährigen FRK konnten sich die Regierungen nicht auf „agreed conclusions“ verständigen, weil keine Einigung in den Themenbereichen Reproduktionsrechte und Gleichstellung der Geschlechter erzielt wurde.

Nun stellt sich die Frage, wie Akteure, Regierungen und Nichtregierungsorganisationen weiter verfahren, um die Frauenrechte weltweit umzusetzen. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, hat vorgeschlagen, 2015 die insgesamt fünfte Weltfrauenkonferenz durchzuführen. Auf der Konferenz soll über die Herausforderungen diskutiert werden, die die moderne Welt für Frauen bereithält.

Es wird allerdings befürchtet, dass aufgrund der bereits bestehenden kontroversen Positionen innerhalb der FRK die Ergebnisse einer neuen Weltfrauenkonferenz hinter die Errungenschaften der Pekinger Weltfrauenkonferenz und der Aktionsplattform zurückfallen könnten. Andere vertreten die Auffassung, dass eine weitere Weltfrauenkonferenz der Durchsetzung der Frauenrechte weltweit neuen Elan verleihen könnte und vor allem junge Frauen motivieren würde, sich stärker zu engagieren. Es wurde verabredet, die nächste FRK 2013, die dem Thema Gewalt an Frauen gewidmet sein wird, gemeinsam gut vorzubereiten. Als wichtig wurde angesehen, die Bedeutung der internationalen Frauenpolitik den deutschen ParlamentarierInnen näher zu bringen.

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