Vom Frauenwahlrecht zur Geschlechterdemokratie

Herausforderungen für die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern - Podiumsdiskussion 16. Juli 2009, 19.00 Uhr - Wittumspalais Weimar - Kooperationsveranstaltung des Deutschen Frauenring und der Weimar-Jena-Akademie mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung mit kulturellem Rahmenprogramm

Vor 90 Jahren wurde mit der Weimarer Verfassung das Frauenwahlrecht in Deutschland erstmals ein-geführt. Bei der Gründung der Bundesrepublik vor 60 Jahren setzten vier Frauen durch, dass die Gleichberechtigung von Mann und Frau in das Grundgesetz aufgenommen wurde, und in der DDR galt es als selbstverständlich, dass Frauen gleichberechtigt am Erwerbsleben teilnahmen. Gleichwohl haben Wahlrecht und rechtliche Gleichstellung nicht automatisch eine tatsächliche Gleichstellung von Frauen im politischen und gesellschaftlichen Leben zur Folge gehabt. Bis heute sind Frauen in Deutschland in Führungspositionen in Politik und Wirtschaft unterrepräsentiert und werden für gleiche Leistungen meist deutlich schlechter entlohnt. Woran liegt es, dass nach 90 Jahren frauenpolitischer Bemühungen in Deutschland immer noch keine vollständige Gleichstellung der Geschlechter in der politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Praxis erreicht ist? Was muss sich ändern, damit Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen gleichberechtigt mitwirken können? Und was kann und muss gesellschaftspolitische Bildung in diesem Kontext leisten?

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