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07.03.2018 Presseerklärung zum Internationalen Frauentag

Der DEUTSCHE FRAUENRING e.V. (DFR) mit dem neuen Ausschuss YOUNG DFR möchte darauf aufmerksam machen, dass die #meToo- Debatte, Aufklärungskampagne und Bewegung bereits seit 10 Jahren existiert. Die Initiatorin ist die afroamerikanische Aktivistin Tarana Burke. Sie wollte auf die Unterdrückung afroamerikanischer Frauen* aufmerksam machen, und besonders jene stärken, die oft schon als Mädchen Erfahrung mit sexuellem Missbrauch gemacht haben.

Der 8. März ist für alle Aktivisten und Aktivistinnen, aber auch darüber hinaus ein Tag, an dem informiert, darüber nachgedacht und etwas getan wird. Wir denken an alle starken Frauen*, die mutig genug sind aufzustehen, zu reden und aktiv für die Rechte von Frauen einzutreten.

Anlässlich des Internationalen Frauentags erklärt der Deutsche Frauenring:

Der DEUTSCHE FRAUENRING e.V. (DFR) mit dem neuen Ausschuss YOUNG DFR möchte darauf aufmerksam machen, dass die #meToo- Debatte, Aufklärungskampagne und Bewegung bereits seit 10 Jahren existiert. Die Initiatorin ist die afroamerikanische Aktivistin Tarana Burke. Sie wollte auf die Unterdrückung afroamerikanischer Frauen* aufmerksam machen, und besonders jene stärken, die oft schon als Mädchen Erfahrung mit sexuellem Missbrauch gemacht haben. Laut ihr begann diese Bewegung in der tiefsten und dunkelsten Ecke ihrer Seele und sollte ein Weckruf an alle Frauen* sein, welche im Beruf oder im privaten Umfeld missbraucht oder unterdrückt werden.

Leider wird heute in den Medien bei der #meToo- Kampagne zu wenig betont, woher die Kampagne kommt. So wird eine Aktivistin und Bewegung von Afroamerikanerinnen unsichtbar gemacht und ein rassistisches Muster und Stereotyp fortgesetzt. Das wollen wir unterbrechen. Wir verdanken Tarana Burke so wie allen Beteiligten der #meToo- Kampagne viel: Ihr Weckruf wird etwas ändern.

Sexueller Missbrauch zerstört Leben und die Sicherheit der Person. Er muss geahndet und beseitigt werden. Mädchen* und alle gefährdeten Personen müssen effektiv geschützt und gestärkt werden. Das geben die Menschenrechtsabkommen und das Grundgesetz vor.

Seitens der Zivilgesellschaft sind neue und überfällige Debatten und Forderungen in den Bundestag getragen worden. Eine der wichtigsten Grundlagen für die Selbstbestimmung der Frauen* ist die Abschaffung des Paragrafen 219a. Des Weiteren wurde die Ehe für alle zwar beschlossen, jedoch stimmten Teile der Regierung dagegen, was unserer Meinung nach ein falsches Zeichen gesetzt hat.

Zwar gibt es mehr feministische Debatten, gleichzeitig jedoch mächtige Gegenkräfte. Sogar höchste Vertreter von UN-Mitgliedsstaaten wie der Sexist Donald Trump agieren offen frauen(rechts)feindlich. Wir dürfen nicht zulassen, dass Debatten über Sexismus von Rechtspopulist*innen für rassistische Hetze missbraucht werden. Es gibt viel zu viele Frauenrechtsverletzungen: deshalb müssen weiter feministische Kämpfe geführt werden. Der DFR möchte mehr Frauen* und Männer dazu motivieren, sich zu engagieren. Im Ausschuss YOUNG DFR haben sich junge Frauen* zusammen getan, um explizit die Interessen von (jungen) Frauen zu vertreten. YOUNG DFR will junge Frauen stärken, ihre Stimme laut machen, wo sie sich mit Aktivisten und Aktivistinnen für ihre Rechte einsetzen.

Presseerklärung (PDF)

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