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6.02.2018 Presseerklärung des DFR zum Internationalen Tag gegen Weibliche Genitalverstümmelung

Weibliche Genitalverstümmelung (FGM/C) jetzt dank Istanbul Konvention massiv bekämpfen - Investitionen in flächendeckende Hilfestruktur notwendig

Anlässlich des Internationalen Tages Gegen Weibliche Genitalverstümmelung am 06. Februar, und der am 01 .Februar in Kraft getretenen Istanbul Konvention erklärt der Deutsche Frauenring (DFR):

Ziel ist die Abschaffung dieser brutalen Praxis. Weltweit, auch in Deutschland, werden die Menschenrechte von 200 Millionen betroffenen Mädchen und Frauen verletzt.

#MyIssueToo - die Kampagne des Europäischen Netzwerks zur Beseitigung von FGM/C bringt es auf den Punkt: Es geht uns alle an! Genitalverstümmelung an Mädchen und Frauen ist mitten unter uns. Diese brutale und lebensbedrohende körperliche Verletzung von Mädchen und Frauen, muss überwunden werden.

 

Rechtliche Rahmenbedingungen wurden schon geschaffen. FGM/C ist eine Straftat, die angezeigt werden sollte und strafrechtlich verfolgt wird. Hier in Deutschland fehlen vor allem flächendeckende Hilfestruktur hinsichtlich der Aufklärungs- und Beratungsangebote, der Prävention, der Intervention und darüber hinaus der medizinischen Versorgung von Mädchen und Frauen. Nicht alle Ärztinnen und Ärzte sind geschult oder wissen, wie sensibel vorzugehen ist und welche Hilfeangebote hinzugezogen werden können.

Es gilt nun, wie es Art. 1 der Istanbul Konvention fordert, dass wir diese wie andere Formen der Gewalt gegen Mädchen und Frauen bekämpfen und besiegen.

Dazu zählt, alle Menschen aufzuklären, besonders das Personal in Kitas, Schulen, der Sozialarbeit, der Ämter. Vor dem Hintergrund der Vielsprachigkeit in unserem Land muss diese Arbeit alle Zielgruppen in allen Sprachen erreichen, um allen die Intervention zu ermöglichen.

 

Während des Frühjahrsempfangs am 28.Februar zeigt der DFR seine aufklärende Wanderausstellung über FGM in der Bundesgeschäftsstelle, bevor sie vom 8. bis 18.März durch den DFR in Leverkusen bei der Aktionswoche „Gemeinsam gegen Genitalverstümmelung“ präsentiert wird. Der DFR arbeitet im Netzwerk INTEGRA mit und setzte sich bundesweit gegen FGM/C ein.

Der DFR e.V. bietet die Wanderausstellung "Weibliche Genitalverstümmelung - Was geht uns das an?" zusammen mit einer Power Point Präsentation an. Mehr: auf der DFR-Webseite oder bei Ihrem Anruf in der Bundesgeschäftsstelle.

Presseerklärung (PDF)

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