PM 01/10
Der Deutsche Frauenring fordert aktive Rolle der weltweiten Frauenorganisationen in der neu verabschiedeten UN Gender-Architektur anlässlich des Internationalen Seminars Peking + 15, das vom 2.-4. Juli 2010 in Königswinter stattfand.
Anlässlich des Internationalen Seminars Peking + 15 vom 2.-4. Juli 2010 in Königswinter erklärt der Deutsche Frauenring e.V.:
Der Deutsche Frauenring e.V. begrüßt die Verabschiedung der Resolution E/CN.6/2010/L.7 zum Aufbau der neuen Gender-Architektur GEAR (Gender Equality Architecture Reform) der 64. Generalversammlung der Vereinten Nationen. Der Deutsche Frauenring hat in Kooperation mit seinen internationalen Verbänden International Alliance of Women (IAW) und International Council of Women (ICW) innerhalb der Vereinten Nationen die Kampagne zur Gründung einer neuen UN-Gleichstellungs-Architektur im Rahmen einer neuen Sondereinheit unterstützt.
Die Diskussionen der Frauenverbände haben zu einigen Verbesserungsvorschlägen geführt, wie diese neue Sondereinheit zur Umsetzung der Gleichstellung weltweit und in den Staaten funktionsfähiger werden kann.
1.Die Partizipation der Nichtregierungsorganisationen an der Arbeit der GEAR in Form von Konsultationen muss präziser geregelt werden. Eine aktive Rolle der weltweiten Frauenorganisationen muss gewährleistet werden, d.h. die Rolle der NRO muss insbesondere in Hinsicht auf Zugang zu den Sitzungen, Monitoring, Anhörungen und Austausch von Dokumenten sowie Positionen im Rahmen des Dialogs klar definiert werden.
2.Da GEAR auch auf nationaler Ebene wirken soll, reicht die Formulierung in der Resolution, dass GEAR nur tätig werden kann, wenn Regierungen an sie herantreten, nicht aus. Wir fordern
dass GEAR auf nationaler Ebene selbständig aktiv werden kann
dass NROs auf nationaler Ebene unmittelbar GEAR anrufen können, damit die Aktivitäten von GEAR auf nationaler Ebene für eine bessere Gleichstellung beginnen können.
3. Wir fordern die Bundesregierung auf, in vorbildlicher Weise den vereinbarten freiwilligen Anteil zum Budget zum frühestmöglichen Zeitpunkt an die UN zu entrichten.
4.Wir bitten die Bundesregierung, den Prozess um GEAR den Bürgerinnen und Bürgern bekannt zu machen. Die Frauenorganisationen werden dazu beitragen und den Prozess kritisch begleiten.
PM 01/10 (pdf)
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