Arbeitsmarkt- und Beschäftigung

Geschlechtsspezifische Arbeitsteilung prägt die Lebenswirklichkeit von Frauen und Männern in Deutschland nach wie vor sehr stark. Dies ist in zahlreichen Studien belegt und im CEDAW-Alternativbericht detailliert ausgeführt. Nicht nur eine horizontale Segregation des Arbeitsmarktes in „typische“ Frauen- und Männerbranchen, sondern auch eine vertikale Unterscheidung der hierarchischen Stellungen von Männern und Frauen führt zu einer starken Beeinträchtigung der geschlechtergerechten Partizipation auf dem heutigen Arbeitsmarkt.

Gleiche Chancen und Möglichkeiten für Frauen und Männer auf dem Arbeitsmarkt sind ein wichtiger Aspekt der Gleichberechtigung der Geschlechter.  Dem deutschen Arbeitsmarkt geht außerdem durch eine geringere Erwerbsbeteiligung von Frauen ein großes Potential an gut ausgebildeten Fachkräften verloren. Trotz eines starken Anstiegs der Frauenerwerbstätigenquote (von 62 % in 2001 auf 71% in 2011), sind diese trotzdem weiterhin deutlich seltener erwerbstätig als Männer.

Sowohl im öffentlichen Dienst als auch in der Privatwirtschaft ist trotz Bundesgleichstellungsgesetz sowie Vereinbarungen der Regierung mit der deutschen Privatwirtschaft der Anteil von Frauen in Führungspositionen in den letzten Jahren unverändert niedrig geblieben. Trotz hoher Anzahl  an weiblichen Studienabsolventen und hoher Qualifizierung sind Frauen weiterhin in Vorständen  und Aufsichtsräten deutlich unterrepräsentiert. Deutschland liegt mit einem Anteil von 30,8% Frauen (2010) in allgemeinen Führungspositionen im EU-Vergleich unter dem Durchschnitt (32 % in 2010).

Auch verdienen Frauen in Deutschland immer noch wesentlich weniger als Männer. Der Gender Pay Gap liegt national bei 22%, im Vergleich dazu liegt er in den europäischen Ländern bei 16,2%.

 

Der Deutsche Frauenring setzt sich ein für:

  • eine zielgerichtete Verfolgung der Erhöhung der Erwerbstätigkeitsquote von Frauen in existenzsichernden Beschäftigungsverhältnissen
  •  gleiche Zugangschancen zum Arbeitsmarkt
  • Frauenquote und gezielte Förderpläne für mehr Frauen in Führungspositionen
  • Zugang zu mehr Mitspracherechten für Frauen in Entscheidungsgremien (Aufsichtsräte, Betriebsräte)
  • Reduzierung der Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern durch geeignete Maßnahmen wie diskriminierungsfreie Entgeltsysteme und Beurteilungen
  • Förderung von Frauen in MINT-Berufen und geschlechtssensible Berufsberatung
  • Ausbau des Wiedereinstiegs von Frauen in den Beruf durch gezielte Qualifizierungsmaßnahmen
  • Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft
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