Gesundheitspolitik

Die Lebenswelt von Frauen sowie ihr Verständnis von Krankheit und Gesundheit finden sich in den Angeboten der Gesundheitsversorgung nur ungenügend repräsentiert. Medizinische Angebote orientieren sich in vielfacher Hinsicht an der männlichen Norm und sehen Frauen als Abweichung von Männern, die von andersartigen Beschwerden betroffen sind und anders auf gesundheitliche Probleme reagieren. Häufig fehlt Wissen über geschlechtsspezifische Unterschiede von Therapien, z.B. bei der Wirkung von Medikamenten. Forschung zu Diagnostik und Therapie von Erkrankungen sind bislang nicht konsequent geschlechtsdifferenziert angelegt. Auch bei der Suchttherapie werden frauenspezifische Bedarfe bislang nur ungenügend berücksichtigt. Eine geschlechtssensible Überprüfung von Gesetzen und Reformen im Gesundheitssektor unterbleibt.

Der DFR fordert

  • Gendersensible Angebote in der Gesundheitsversorgung
  • Gendersensible Forschung zu Diagnostik und Therapie von Erkrankungen und Anwendung der Ergebnisse in der Praxis
  • Paritätische Besetzung von Entscheidungsgremien in allen Bereichen der Gesundheitsversorgung und -forschung

News Item 27.02.2014 - Die Rezeptpflicht der „Pille Danach“ - Bruch mit internationalen Verpflichtungen
Der Deutsche Frauenring e.V. sieht in der Praxis der Rezeptpflicht für die Pille danach eine staatliche Einmischung in Frauenrechte, die CEDAW (Convention on the Elimination of Discrimination against Women), das internationale Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau, garantiert. Die Umsetzung des Rechts auf Gesundheit ist verknüpft mit der Realisierung anderer Menschenrechte. In der Abschlusserklärung der UN-Menschenrechtskonferenz in Teheran (1968) wurde das Menschenrecht auf reproduktive Selbstbestimmung folgendermaßen formuliert: „Eltern verfügen über das grundlegende Menschenrecht, frei und eigenverantwortlich über Anzahl und Geburtenabstand ihrer Kinder zu entscheiden“.
News Item 18.02.2014 - Deutscher Frauenring plädiert für eine Abschaffung der Verschreibungspflicht für "die Pille danach"
Wieder einmal wird über die Rezeptfreiheit der „Pille danach“ in Deutschland gestritten. Darf „ein bisschen Gängelung“ bei der Notfallverhütung sein? Der Deutsche Frauenring e.V. sieht in dieser Praxis eine staatliche Einmischung in Frauenrechte, die CEDAW garantiert. Das Übereinkommen der UNO zur Beseitigung aller Arten von Diskriminierung der Frau wurde von Deutschland 1995 ratifiziert und damit verbindlich. Es gibt Frauen das Recht, frei und verantwortlich über die Zahl und den zeitlichen Abstand der Geburten zu entscheiden.
Press Release PM 1 2014
Wieder einmal wird über die Rezeptfreiheit der „Pille danach“ in Deutschland gestritten.
News Item DFR fordert geschlechtersensibles Herangehen bei der Prävention und Kontrolle nichtübertragbarer Krankheiten
In einem Schreiben fordert der Deutsche Frauenring Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr auf, darauf hinzuwirken, dass beim High Level Meeting der Vereinten Nationen zur Prävention und Kontrolle nichtübertragbarer Krankheiten eine geschlechtersensible Herangehensweise Berücksichtigung findet und der Punkt „Frauen, Gender und Rauchen“ in das Abschlussdokument dieses UN-Meetings aufgenommen wird.
Artikelaktionen

 

change.org
 

Unsere Projekte

Logo_Gv.png

Frauen kommunal aktiv

Hilfetelefon