Rollenstereotype

Das Verwirklichen von Gleichstellung in der Gesellschaft ist eng verbunden mit einem umfassenden Prozess des Abbaus von Rollenstereotypen. In Deutschland bestehen stereotype und traditionelle Ansichten über die Rollen und Aufgaben von Frauen und Männern fort und eine geschlechtsspezifische Arbeitsteilung im Familien- und Erwerbsleben prägt die Lebenswirklichkeit von Frauen und Männern nach wie vor.

Stereotype Einstellungen gegenüber Frauen spiegeln sich in der benachteiligten Stellung der Frau in vielen Bereichen wider, z.B. auf dem Arbeitsmarkt, beim Zugang zu Entscheidungspositionen, in der Berufswahl und in der geringen Inanspruchnahme von Elternzeit durch Männer.

In Artikel 5 des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Art von Diskriminierung der Frau (CEDAW), das auch Deutschland unterschrieben hat,  verpflichten sich die Vertragsstaaten, alle geeigneten Maßnahmen zu treffen, „um einen Wandel in den sozialen und kulturellen Verhaltensmustern von Mann und Frau zu bewirken, um so zur Beseitigung von Vorurteilen sowie von herkömmlichen und allen sonstigen auf der Vorstellung von der Unterlegenheit oder Überlegenheit des einen oder anderen Geschlechts oder der stereotypen Rollenverteilung von Mann und Frau beruhenden Praktiken zu gelangen“.

Tradierte Rollenbilder spielen bis heute eine die Gesellschaft immer noch zu stark prägende Rolle. Wir als Frauenrechtsorganisation tragen zu einem gesellschaftlichen Diskurs über diskriminierungsfreie und partnerschaftliche Rollenmodelle bei und vermitteln ein positives Frauenbild. Eine große Rolle in der Vermittlung von Rollenmodellen spielen die Medien, die dazu angehalten werden müssen, zum Abbau von Rollenstereotypen beizutragen.  Eine ernsthafte Diskussion über gendergerechte Sprache wäre hilfreich, um in diesem gesellschaftlichen Diskurs voran zu kommen. Die Einführung einer Frauenquote bei der Besetzung von Führungspositionen in den Sendeanstalten sehen wir ebenfalls als erforderlich an. 

Als Mitglied der Allianz von Frauenorganisationen Deutschlands hat der Deutsche Frauenring im CEDAW- Alternativbericht 2008 darauf hingewiesen, dass eine konsequente Gleichstellungspolitik Voraussetzung für die Überwindung von Rollenstereotypen in Gesellschaft, Medien, Politik und  Wirtschaft  ist.

Press Release PM 02/09
Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern lassen sich zurückführen auf beharrliche Rollenstereotype und traditionelle Einstellungen gegenüber Frauen, die die Lebenswirklichkeit in Deutschland weiterhin prägen. Deutschland hat sich als Vertragsstaat der UN-Frauenrechtskonvention (CEDAW) verpflichtet, geeignete Maßnahmen zum Wandel von Rollenmodellen zu ergreifen.
News Item Abbau von Rollenstereotypen
Der Deutsche Frauenring fordert die Bundesregierung zum Internationalen Frauentag am 8. März auf, zielgerichteter gegen Rollenstereotype aktiv zu werden, indem sie einen breiten gesellschaftlichen Diskurs über diskriminierungsfreie, egalitäre und partnerschaftliche Rollenmodelle in Gang setzt.
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